Sind Sie im Urlaub in Umbrien und fragen Sie sich, was Sie in Perugia unternehmen können? Dann ist diese besondere Ausstellung ein hervorragender Grund, die Hauptstadt Umbriens zu besuchen. Bis einschließlich 27. September können Sie in der Galleria Nazionale dell’Umbria das weltberühmte Gemälde „L’Arlésienne“ (Die Frau aus Arles) von Vincent van Gogh bewundern. Das Meisterwerk ist als außergewöhnliche Leihgabe von der Galleria Nazionale d’Arte Moderna e Contemporanea in Rom zu sehen.
Ein Besuch dieser Ausstellung lässt sich perfekt mit einem Spaziergang durch die Altstadt von Perugia verbinden, einer der schönsten und stimmungsvollsten Städte Umbriens.

Perugia besuchen: Kunstschätze in einem historischen Palast
Schon allein wegen des Museums lohnt sich ein Besuch in Perugia besonders. Die Galleria Nazionale dell’Umbria befindet sich im beeindruckenden Palazzo dei Priori am Corso Vannucci, der belebten Hauptstraße voller Geschäfte, Cafés und Restaurants. In demselben mittelalterlichen Gebäude hat auch das Rathaus seinen Sitz.
Die Dauerausstellung umfasst nicht weniger als vierzig Säle und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Perugia. Hier entdecken Sie die reiche Kunstgeschichte Umbriens mit Meisterwerken unter anderem von Piero della Francesca, Pinturicchio und Perugino, dem berühmten Maler, der seinen Namen von Perugia ableitete.
Wer sich für Kunst, Geschichte und italienische Kultur interessiert, sollte dieses Museum bei einem Tagesausflug nach Perugia auf keinen Fall verpassen.

Mehr als ein Meisterwerk
Van Goghs „L’Arlésienne“ ist Teil von „Un capolavoro a Perugia“ (Ein Meisterwerk in Perugia), einer jährlichen Sommerinitiative, bei der die Galleria Nazionale dell’Umbria jedes Mal ein außergewöhnliches Kunstwerk in die Stadt holt.
Nach Gustav Klimts „Die drei Lebensphasen der Frau“ im Jahr 2024 und Modiglianis „Nu couché“ im vergangenen Jahr ist diesen Sommer Vincent van Gogh an der Reihe.
Erwarten Sie jedoch keine Ausstellung, die sich nur um ein einziges Gemälde dreht. Sie entdecken auch die künstlerische Welt, in der das Werk entstand, sowie den kulturellen Austausch zwischen Frankreich und Italien am Ende des 19. Jahrhunderts. So wird „L’Arlésienne“ mit Werken italienischer Künstler in Verbindung gebracht, die zur gleichen Zeit in Frankreich tätig waren.

Eine Ausstellung, die auf einen Höhepunkt zusteuert
Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass das berühmte Gemälde erst ganz am Ende zu sehen ist.
Die Ausstellung ist als Entdeckungsreise konzipiert. Im ersten Saal tauchen Sie durch ein immersives Erlebnis in das Paris des 19. Jahrhunderts ein. Sie erfahren mehr über die italienischen Künstler, die dort arbeiteten, über den künstlerischen Austausch zwischen Frankreich und Italien und natürlich über das Leben und Werk von Vincent van Gogh.
Darauf folgt ein Saal mit sechzehn Werken aus dem Museo dell’Ottocento di Pescara, Fondazione Di Persio Pallotta. Künstler wie Giovanni Boldini, Giuseppe De Nittis, Silvestro Lega und Antonio Mancini zeigen, wie sich das Frauenporträt entwickelte. Im Mittelpunkt stehen nicht nur die Schönheit, sondern auch der Charakter, die Emotionen und die gesellschaftliche Stellung der porträtierten Frauen.
Erst im letzten Saal erwartet den Besucher das große Finale: Van Goghs beeindruckendes Gemälde „L’Arlésienne“.

Die Geschichte hinter L’Arlésienne
Das Gemälde ist auch als „Porträt von Madame Ginoux“ bekannt. Van Gogh malte mehrere Versionen dieses Porträts. Die erste entstand, nachdem Marie Ginoux sowohl für Van Gogh als auch für Paul Gauguin Modell gestanden hatte, und befindet sich heute im Musée d’Orsay in Paris.
Für die Version, die heute in Perugia hängt, ließ sich Van Gogh erneut von einem Werk Gauguins inspirieren. Gleichzeitig zeigt sich seine Faszination für die japanische Druckkunst deutlich in den kraftvollen schwarzen Konturlinien, den flächigen Farbfeldern und dem auffälligen rosa Hintergrund.
Van Gogh malte das Werk während seines Aufenthalts in der psychiatrischen Anstalt von Saint-Rémy-de-Provence. Trotz dieser schwierigen Zeit entstanden dort einige seiner beeindruckendsten Gemälde.
Die porträtierte Frau ist Marie Ginoux, Besitzerin des Café-Restaurants in Arles, das Van Gogh regelmäßig besuchte, nachdem er sich im berühmten Gelben Haus niedergelassen hatte.

Praktische Informationen
Die Galleria Nazionale dell’Umbria ist täglich von 8.30 bis 19.30 Uhr geöffnet. Am 1. und 29. August bleibt das Museum ausnahmsweise bis 23.30 Uhr geöffnet.
Wer die Ausstellung mit zusätzlichen Erläuterungen besuchen möchte, kann an einer Führung auf Italienisch teilnehmen. Diese findet am 9., 16., 23. und 30. August sowie am 13., 20. und 27. September jeweils um 17.30 Uhr statt. Die Führung dauert etwa eine Stunde und kostet 5 € zusätzlich zum Eintrittspreis. Reservierungen sind unter gnu.cultura@orologionetwork.it möglich.

Was man in Perugia unternehmen kann
Diese Van-Gogh-Ausstellung ist ein hervorragender Anlass, Perugia zu besuchen. Kombinieren Sie Ihren Museumsbesuch mit einem Spaziergang durch die Altstadt, bewundern Sie den Palazzo dei Priori, machen Sie es sich auf einer Terrasse am Corso Vannucci gemütlich oder besuchen Sie die lebhaften Plätze und engen mittelalterlichen Gassen, die Perugia so besonders machen.
Wenn Sie auf der Suche nach Tipps für Perugia, Sehenswürdigkeiten in Perugia oder Inspiration für einen Tagesausflug in Umbrien sind, dann ist diese Ausstellung zweifellos eines der kulturellen Highlights dieses Sommers.

Übernachten in Perugia
Möchten Sie diese besondere Ausstellung und die vielen Sehenswürdigkeiten in Perugia in vollen Zügen genießen? Dann entscheiden Sie sich für ein Ferienhaus in den grünen Hügeln rund um Perugia. So lassen sich ein Besuch der Galleria Nazionale dell’Umbria mühelos mit einem Spaziergang durch die Altstadt, einem Abendessen auf einer stimmungsvollen Terrasse und Ausflügen zu anderen schönen Orten in Umbrien wie Assisi, Spello und dem Trasimenischen See verbinden. Sehen Sie sich unsere Tipps für einen Aufenthalt in Perugia an oder entdecken Sie unsere sorgfältig ausgewählten Ferienhäuser: De Rerum Natura und La Torre






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